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Zuallererst - die alte Bezeichnung " VCS 6 " trifft nicht mehr zu, weil unser Synthesizerprojekt

nun mit Voiceboards auf bis zu 8 Stimmen erweitert werden kann.

Deshalb ist die endgültige Bezeichnung " VCS 2 Segmentwave Synthesizer ".

Während mein Bruder Steffen an der Tonerzeugung feilt, habe ich mir die Zeit genommen, über eine

Steuerung des VCS 2 nachzudenken. Nach einigem hin und her entschloß ich mich, daß System

auf der Basis eines Zilog Z 80 ( 8 MHz ) aufzubauen. Der Grund für die Wahl des Z 80 war der, daß

mir aus DDR Zeiten einige Literatur über den U 880 zur Verfügung stand und ich mich damit schon

relativ gut auskannte. Natürlich spielte es auch eine Rolle, daß viele analoge Klassiker einen Z 80

benutzen, der für diese Anwendungen wie geschaffen und relativ einfach zu programmieren ist.

Das Processorboard beinhaltet außerdem einen CTC ( 4-Kanal Counter/Timer Circuit ), um eine flexible

Interruptprogrammierung zu ermöglichen und einen SIO ( Serial I/O Circuit ), der für MIDI zuständig ist.

Die Speicherkapazität beträgt 1072 kByte. Da z.B. die Form einer Segmentwave über 8 Bytes definiert

wird, sind einige tausend Sounds, Waves, Algorithmen etc. möglich, bevor ein MIDI Backup nötig ist.

Außerdem ist das Processorboard für die Poti-, Taster- und Keyboardabfrage, sowie für die Ansteuerung

der LED's, des LCD's ( 240*128 Pixel ), der Voiceboards etc. zuständig.

Bevor ich auf die Möglichkeiten der zukünftigen VCS 2 Software eingehe, beschreibe ich die bis jetzt

geplanten - voll analogen - Komponenten des Voiceboards:

2 identische Segmentwave VCO's mit Polarity Waveshape Modulation ( Waves: TRI, RECT, SEG )
1 VC Low Pass Filter - 12/24dB mit spannungssteuerbarer Emphasis
1 VC High Pass Filter - 12/24dB mit spannungssteuerbarer Emphasis
1 VCA
3 VC ADSR's
3 VC LFO's mit Waveshaping ( Waves: TRI, RECT, RANDOM )
1 Noisegenerator ( PINK / WHITE ) mit einfachem LPF / HPF
1 Ringmodulator
Anschlüsse eines Voiceboards:
CV / GATE IO
LPF CV
HPF CV
AUDIO IN
AUDIO OUT
Dabei werden keine Curtis- oder SSM Chips verwendet, da die Schaltungen teilweise vom

1982er VCS 2 stammen - allerdings werden dafür reichlich TL084 ( B082 ) OPV's verbraten ;)

Die Berechnung der Winkel zwischen einzelnen Segmenten einer Segmentwave wird von einem

Analogrechner übernommen, um den Z 80 zu entlasten.

Jedes Voiceboard verfügt über 128 IO - Adressen z.B. für die AD / DA Wandlung von CV's, die

auch dringend notwendig sind, da sämtliche Funktionen spannungssteuerbar sein werden.

Dasselbe gilt auch für die Steuerung über MIDI.

Desweiteren entdeckte mein Bruder eine zusätzliche Synthese, die wahrscheinlich sogar

die Segmentwave - Synthese übertrifft und auf der Analyse von Obertonstrukturen basiert -

wenn das wirklich funktioniert und umsetzbar ist, können sich sämtliche Synthesizerfirmen

schon jetzt im "Weiße-Fahne-hissen" üben ;).

Momentan ist die Segmentwaveabteilung der VCO's noch in der Planung, dafür existiert

schon ein VCO Prototyp mit einer funktionierenden VC Polarity Waveshape Modulation.

Beim nächsten Update werden MP3 Beispiele dabei sein.

Doch nun zum Processorboard und dem " VCS2 OS V1.0a " ( klingt irgendwie nett ;)
Die einfachen Routinen, wie z.B. Tastaturabfrage, Parameterspeicherung, Polling etc.

werde ich mal ausklammern. Die Anzahl der Pointtables ist nun nicht mehr auf 32

beschränkt, sondern frei wählbar. Dasselbe gilt auch für die Anzahl der Segmentwaves

innerhalb eines Pointtables. Pointtables werden mit einem Sound gemeinsam und nicht

getrennt gespeichert. Außerdem existiert nun eine " Pointtable / Segmentwave Library ".

Diese Routinen sind in der Betaphase. Die folgenden " Alpharoutinen " sind in der Entwicklung:

Diese Matrix ermöglicht, sämtliche Steuerspannungen innerhalb eines Voiceboards frei zu routen.

Dabei bleibt der VCS 2 entsprechend der Anzahl seiner Voiceboards polyphon.

Erstellte Matrizen werden in der " PMM Library " gespeichert.

Eigentlich dasselbe, nur verhalten sich alle Voiceboards wie ein einzelnes Voiceboard, d.h. VCO2

auf VB7 kann z.B. die HPF Emphasis auf VB2 modulieren.

Der ( vollausgebaute ) VCS 2 ist dann ein monophones Modularsystem mit 16 VCO's, 16 VCF's,

8 VCA's, 24 VC ADSR's, 24 VC LFO's, 8 Noisegeneratoren sowie 8 Ringmodulatoren - die digital

erzeugten CV's nicht mitgerechnet. Erstellte Matrizen werden in der " MMM Library " gespeichert.

Dabei werden digitalisierte ( jede Quelle möglich ) oder prozessorgenerierte Steuerspannungen

miteinander in Algorithmen " verwoben " und berechnet.

Damit sind extrem flexible Steuerspannungsquellen erreichbar, die frei geroutet werden können.

Eine Erscheinungsform wäre z.B. der Nachbau eines DX7 - Algorithmus für Steuerspannungen

im Low - Frequency Bereich ( wenn's der Prozessor schafft, auch bis in den hörbaren Bereich ).

Die Erzeugung einer DX7-Hüllkurve wäre ein anderes Beispiel.

Diese Algorithmen ersetzen damit die geplanten digitalen " LFO's ", " Sample&Holds " etc.

Erstellte Algorithmen werden in der " Algorithm Library " gespeichert.

Mit dieser Funktion werden die Unzulänglichkeiten alter Synthesizer simuliert, so z.B. Verstimmung,

fehlerhafte Linear - Expontential - Konverter, Tastenkorrision, Glitching etc.

Damit kommt man auf Sounds, die niemand programmieren könnte, weil im Extremfall z.B. Steuer-

spannungen zufällig verändert, falsch geroutet oder auf direktem Weg ins Nirvana geleitet werden.

Allerdings können einmal gefundene Sounds mit oder ohne " Fehlerberechnung " gespeichert werden.

Das wären erstmal die Routinen, mit denen ich mir das nächste halbe Jahr den Kopf zerbrechen werde ;)
Anzumerken wäre noch, daß das Keyboard des VCS 2 weder Anschlagdynamik noch Aftertouch

unterstützt ( Diodenmatrix - Tastatur ). Beides wird sowieso über MIDI steuerbar sein.

Allerdings kann man die Tastatur in 8 frei wählbare, überlappende Bereiche splitten ( hatte ich

schon erwähnt, daß der VCS 2 achtfach multitimbral sein wird ? ;).

Jeder Bereich kann einem getrennten MIDI Kanal zugeordnet sein, die interne Tonerzeugung

wird wahlweise statisch oder dynamisch mit Highest-/Lowest-/Last-Note Priority angesprochen.

Die MIDI Routinen ermöglichen einen - im Vollausbau - 8-fach bidirektionalen CV/GATE -MIDI

Konverter / Filter / Merger, d.h. man kann mit dem VCS 2 oder einem anderen MIDI Keyboard

z.B. bis zu 8 monophone CV/GATE Synthesizer ansteuern, die sich wie ein einziger polyphoner

verhalten ( oder umgekehrt ) und gleichzeitig definierte MIDI-Events filtern / mischen.

Das OS wird in Assembler ( was sonst ? ) programmiert und in

der Prioritätsfolge Stabilität / Laufzeit / Speichernutzung optimiert.

Hier noch eine Auflistung der Entwicklungshard- und Software, sowie einige Links:
ZILOG DEVELOPER STUDIO

( komplette Software - Entwicklungsumgebung )

www.zilog.com
EAGLE 3.55

( Entwicklungssoftware für Leiterplatten )

www.cadsoft.de
BATRONIX E(E)PROM Brenner

( preisgünstige und zuverlässige Hardware )

www.batronix.com
BETA LAYOUT

( Leiterplattenfertigung )

www.pcb-pool.de
REICHELT ELEKTRONIK www.reichelt.de
SIMONS ELECTRONIC www.simons-electronic.de
THE MIDI SPECIFICATION www.borg.com/~jglatt/tech/midispec.htm
PERGAMON 80 / LOGOS 82 / POLAND 83

( welche meist in Schleife liefen ;)

www.tadream.de
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